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Hallo Leute,

hier schreiben wir über unsere persönlichen Erlebnisse auf unseren Reisen.


Mauritius - kleines Land im großen Ozean

es war wider mal so weit. Als wir aus Thailand zurück kamen, mussten wir uns ein neues Ziel für den Urlaub kurz nach Ostern überlegen. Also warum nicht einmal nach Mauritius sagte Tina. Preis – Leistung stimmt. Also das machen wir. Ody unsere Freundin am Frankfurter Flughafen soll das gewählte Hotel mit den entsprechenden Flügen via Dubai  und die Transfers buchen. Und schon war alles perfekt. Die Reiseunterlagen kamen und der Tag der Abreise auch.

Wie immer fuhren wir einen Tag vorher nach Frankfurt um Tinas Mama zu besuchen. Schon am nächsten Tag mussten wir ins um die Mittagszeit auf den Weg zum Flughafen machen. Dort angekommen, war das Check in bei Emirates schnell erledigt. Ody hatte auch Platzreservierungen für alle Flüge gebucht. Dann kam der pünktliche Abflug nach Dubai. Dort angekommen, hatten wir drei Stunden Aufenthalt. Da Dubai der Drehachse für Emirates ist, herrscht auf dem internationalen Flughafen in der Nacht ein reges Treiben. Wir hatten uns ja im Internet vorab informiert und wussten, dass es den Irish-Pub im Terminal eins gibt. Dort kann man schön die Zeit vertreiben – und vor allem kann man dort rauchen. Diesen fanden wir auf Grund des sehr modernen und daher einfach (schlauchförmig) aufgebauten Airports auch sehr schnell. Dort trifft sich jede Nacht die Welt. Die Leute fliegen von dort aus in alle Länder. Wir waren schön am Tresen gesessen und haben etwas getrunken – natürlich habe ich auch eine nach der anderen geraucht. Das waren ja schon einmal über sechs Stunden Flug. Den Preis für die drei Bier verraten wir hier nicht, sonst wird es euch anders!

 Schon ging es in den nächsten Flieger. Von Dubai nach Mauritius. Das waren dann noch einmal sieben Stunden übers freie Meer. Aber mit Emirates und Zwischenstopp ist das halb so schlimm. Es gibt auch Direktflüge mit Ferienfliegern. Das müssen wir aber nicht unbedingt haben. So war es entspannter. 

 Landung – wir sind da!!! Nun sie wir auf einer Insel, die ca. 65 x 40 km groß ist und mitten im Indischen Ozean liegt. Die Einreise vollzog sich sehr einfach. Nach Verlassen des Flughafens fanden wir auch schnell unseren Transferbus. Nach dem Einladen des Gebäcks ging es dann auch schon los. Nach nicht einmal einer Stunde hatten wir unser Hotel, das „Silver Beach“ erreicht. 

 Nach kurzer Zeit hat man sich in diesem kleinen Hotel gut eingelebt und findet sich zurecht. Die Zimmer sind nicht überdimensioniert aber bieten ausreichend Platz und alles vor man benötigt. Es sind eben keine fünf sondern nur drei Sterne. Aber dafür ist es super. Da das Hotel so klein ist, lernt man sich untereinander sehr schnell kennen. Man sitzt ja abends zusammen an der einzigen Bar um vor und nach dem Essen den einen oder anderen Drink zu nehmen. Wer Party sucht, ist da falsch. Daher ergeben sich aber auch gemeinsamen Ausflüge. Wie z.B. Katamaran fahren oder Ausflüge zusammen quer durchs Land. So war das bei uns auch so. 

 Man liegt einen oder zwei Tage im Garten oder am Strand und dann hat man Lust was zu unternehmen. Also machten wir beide den ersten Ausflug. Wir wollten zuerst auf einen nahegelegenen Wochenmarkt und schlossen uns Kerstin und Katrin an. Also teilten wir uns das Taxi, was dann wirklich eine billige Sache ist. Also hin und durch. Tonnenweise Obst und Gemüse und im hinteren Bereich Textilien. Außen herum viele örtliche Geschäfte für alle Lebenslagen der Einheimischen. Aber auch Juweliere gibt es dort. Goldschmuck ist relativ billig, da nur das Gewicht und nicht die Arbeit bezahlt wird. Dort gibt es auch Geschäfte mit Hochzeitskleidung der Einheimischen. Nach drei Stunden stiegen wir wider in unser Taxi und fuhren zurück in unser Hotel. 

 Na dann, wider Strand und Sonne. Zwei Tage später wollten  wir den Norden der kleinen Republik besichtigen. Also bestellten wir uns ein Taxi für früh morgens. Und schon ging es pünktlich los. Als erstes hielt unser Fahrer an einem kleinen hinduistischen Tempel welcher am Straßenrand liegt. Diesen besichtigten wir interessiert selbstverständlich ohne Schuhe. Wir akzeptieren andere Religionen und unterwerfen uns ihrer Regeln. Von dort aus ging es weiter in den botanischen Garten „Pamplemousses“. Das Eingangstor wurde bereits im neunzehnten Jahrhundert ausgebaut und zur Weltausstellung nach London gebracht. In dieser Sammlung von Pflanzen gibt es alleine mehr als neunzig Sorten von Palmen und es gibt rissige Schildkröten, welche ihrer Größe entsprechend stinken. 

 Von dort aus ging es nach Port Louis, also in die Hauptstadt von Mauritius mit ca. 170.000 Einwohnern zugleich auch der größten. Als ersten fuhren wir zur Zitatelle. Dort angekommen, wurden wir zuerst in die Verkaufsräume für Rum und Diamanten geführt. Einfach durch und auf die Mauer der Anlage um über die Stadt zu sehen. Ein paar Fotos und zurück zum Taxi. Der Fahrer wartet ja. Also ab an die Water Front. Der Name sagt alles. Dieser Bereich ist völlig restauriert und ist sehr schon. Dort mal kurz was zu trinken und dann ab in Richtung Museum. Einfach um die Hausecke herum und gerade aus, dann steht man vom dem neuen Blue Penny Museum. Ein kleines Eintrittsgeld und schon ist man drin. Ausgerüstet mit einem elektronischen Scout betritt man das erste Obergeschoss. Dort angekommen, bekommt man Informationen über die Geschichte Mauritius. Dann kommt man ins „Allerheiligste“ – in den Raum der Briefmarken. Die blaue 2 Penny und die orange 1 Penny Marken sind dort zu sehen. Allerdings werden sie nur 5 Minuten alle halbe Stunde beleuchtet.

 Jetzt haben wir Millionenwerte gesehen und nun nur fünfhundert Meter weiter sind die großen Markthallen von Port Louis. Dort ist das Leben ganz anders. An der Water Front und in Richtung Museum ist Geld ohne Ende. Vor den Markthallen sitzen die Leute und halten die Hand auf. Aber wo Geld ist, muss auch Armut sein. Das Eine benötigt das Andere. So ist es einfach einmal im Leben – Leider!

 Nun wider raus aus der Hauptstadt und in andere Gefilde. Wir fuhren von dort aus nach Blue Bay. Dies ist eine Partymeile und relativ teuer. So Überwältigend ist es auch nicht. Also wir müssen es nicht haben. Aber wir sollen ja noch einmal dahin kommen. Vorbei an einer wunderschönen feuerrot gedeckten Kirche ging es zurück ins Hotel. 

 Wir wollten ja die Insel sehen und etwas erleben. Also war es nach drei Tagen wider so weit. Die zwei  Paare welche wir im Hotel kennen gelernt haben, buchten eine Katamarantour. Und fragten, ob wir nicht mitkommen wollten. Also gut wir schlossen uns an. Und es ging wider nach Blue Bay. Nach dem alle (ca. 50 Personen) mit einem Schlauchboot welches bei jeder Fahrt sechs Personen übersetzen konnte, ging es los. Mit Motorkraft raus aus der Bucht und das Segel wurde zur Unterstützung gesetzt. Die offene See bekam manchem nicht so gut. Daher bekamen die Fische einiges an Futter. Aber nicht von uns. Nach ca. 26 km hatten wir unser Ziel erreicht. Zwei kleine Inseln mitten im Meer. Mit wunderbaren Stränden und stahlblauen Wasser. Dort waren Getränke und Barbecue frei. Nach ca. zwei Stunden stand die Rückfahrt an. Also kurz mal auf den Katamaran übersetzten und Leinen los. Die Rückfahrt war nicht so magenintensiv als die Hinfahrt. Daher konnte man das Heck des Schiffs wider zum Rauchen nutzen. In Blue Bay angekommen wartete das Taxi und wir fuhren zurück in unser Hotel.

 Nun wider zwei Tage Liege und Sonne – dachten wir. Als wir am nächsten Morgen unsere Strandtücher am kleinen Hüttchen im Garten abholten, wurden wir gefragt, ob wir unsere gebuchte Tour mit dem hoteleigenen Schnellboot nicht heute machen wollten. Es wären zu wenige Gäste im Haus um diese zweimal zu machen. Da Tina und ich flexibel sind, sagten wir zu. Schon eine Stunde späten ging es los. Raus auf die Ile aux Cerfs. Dort hatten wir zwei Stunden zur freien Verfügung. Man geht am Strand entlang, sucht sich einen schönen Platz, legt sich hin und geht baden. Dann vielleicht noch etwas trinken (Achtung überteuert) und geht dann zum Boot zurück. Dann geht es zum Wasserfall. Diesen erreicht man durch einen Fjord. Das Aussteigen dort ist nicht zu raten. Also bitte aus dem Boot besichtigen und weiter fahren. Zurück ging es dann mit Vollgas übers freie Meer und durch Mangrovenkanäle auf die Ile aux Cerfs zum Essen. Und dann von dort aus mit richtig bums wider heim. Ich glaube, da wir vorne im Boot gesessen haben, bis ich drei cm kleiner ausgestiegen. Das schlägt schon gut bei Vollgas. Im Hotel angekommen, wurden wir schon von unseren neuen Bekannten mit einem frisch gezapften Bier begrüßt. 

 So – nun stand eigentlich nur noch ein Ausflug auf dem Plan. Der Süden der Republik.  Kerstin und Frank aus Halle schlossen sich uns an. So kamen die Taxikosten nur jeden nur zur Hälfte. Zuerst ging es zum Krater des erloschenen Vulkans. Diesen kann man leicht übersehen. Aber von dem Aussichtspunkt hat man eine wunderbare Sicht auf die West- als auch auf die Ostküste. Weiter ging es zur Statue von Shiva mit einer Höhe von 108 ft (ca. 38 Meter) und weiter zur dazugehörigen hinduistischen Pilgerstätte mit dem Tempel und dem heiligen Wasser, einem kleine See, welchen man im knöcheltiefen Wasser umrunden kann. Das soll Glück bringen. Von dort aus fuhren wir weiter im Black River Gorges National Park zu einem Aussichtpunkt von dem man einen kleinen versteckten Wasserfall bestaunen kann. Auf dem Parkplatz bekommt man selbstgemachtes Eis oder auch eine frische Kokosnuss. Tina entschloss sich für die Nuss und lies sie, um die Milch zu trinken öffnen. Von dort aus ging es zum nächsten aber diesmal größeren Wasserfall mit wunderbarer Aussicht. Dort allerdings muss man erst eine Gasse von Verkaufsbuden durchlaufen. Die Vieranten sind allerdings auf Mauritius lange nicht so aufdringlich wie in andren Ländern. Was die Sache sehr erleichtert. Als wir unser Taxi wider erreicht hatten, ging es nur noch Berg ab. Auf einer steilen Strasse, welche nur aus Kurven besteht, geht es von ca. siebenhundert Meter Höhe dem Meer entgegen. Auf dem Weg liegt die Rumdistelarie CHAMAREL. Diese wollten wir auf jeden Fall besuchen. Nach einer englischsprachigen Führung kamen wir vier in den Genuss die verschiedenen Produkte zu testen (12 verschiedene). Natürlich musste eine Flasche des hervorragenden Produkts mit heim. Nun ging es zu den „sieben Erden“. Dort kann man eine freie Fläche bewundern, welche eine Erdfärbung in sieben verschiedenen Farben hat. Dies kommt durch Auswaschungen der verschiedensten Metalle und Erze, welche hier vorkommen. Vorab hatten wir den letzten Wasserfall für diesen Ausflug besucht. Für diesen und die „sieben Erden“ muss man auch Eintritt bezahlen. Dies hält sich allerdings in Grenzen. Noch ein kurzer Stopp an einem Aussichtspunkt an der Westküste und es ging quer durch in Insel zurück ins Hotel.

 Also gut, jetzt hatten wir alles gesehen und am Donnerstag und Freitag bleiben wir im Hotel und sonnen uns noch etwas. Da wir ja am Samstag heim fliegen. Das klappte am Donnerstag schon mal nicht. Das Wetter war am Morgen nicht der Renner. So überlegten Kerstin, Christina, Frank und ich, was wir unternehmen könnten. Na gut, also fahren wir noch mal nach Flac und ins Outlet von HUGO BOSS und gehen vielleicht etwas shopen. In Flac angekommen durchstreiften wir wider die Marktstände und die Ladenzeilen. Kerstin bekam was Schönes von Frank zum Hochzeitstag. Nach einem kalten Getränk gingen wir zu unserem Taxi, was wie immer wartete. Von Flac aus fuhren wir zum nahegelegenen Outlet von BOSS, wo mir Tina schnell noch einen Mantel aus reinem Kaschmir kaufte. Die Preisverhandlungen dafür allerdings führte ich. Geiles Teil aber das im Sommer. Na ja, was man hat, hat „Mann“. 

 Den Freitag genossen wir dann wirklich noch in der Sonne. Am Samstagmorgen hieß es nach dem Frühstück Koffer packen. Danach ging es das letzte Mal auf die Liege und in die Sonne. Noch ein Abschiedsgetränk mit unseren neuen Freunden und ab zur Rezeption und zum einstündigen Transfer an den Flughafen von Mauritius. Das Check in war schnell und unproblematische erledigt. Also durch den Zoll und in den Dutyfree-Bereich. Nach einer Stunde ging unser Flug pünktlich nach Dubai und von dort aus weiter nach Frankfurt. Nach einem kurzen Besuch zum Frühstück bei Tinas Mutter fuhren wir den letzten fast dreihundert Kilometer mit dem Zug nachhause. Die Rückreisezeit betrug mit Aufenthalt in Frankfurt 28 Stunden. Wir waren zufrieden als wir zuhause waren.

 FAZIT: Mauritius ist wunderschön und auf jedem Fall eine Reise wert. Es gibt sehr viel Natur und auch eine andere Kultur. Die verschiedensten auf der Insel vertretenen Religionen und Volksstämme leben harmonisch und in Frieden zusammen. Vom Faullenzen über Angeln, Wassersport bis zum Wandern findet jeder in dieser kleinen Republik sein persönliches Erlebnis.

Tina und Ralf April 2012



Ja und jetzt waren wir in Thailand, genau von Weihnachten bis Dreikönig.

Nach einem fast zwölfstündigen Flug sind wir in Bangkok gelandet und haben den dortigen Zoll, der noch staatlicher ist als der Staat, passiert. Somit waren wir in Thailand eingereist. Also sofort raus aus dem Flughafen und eine Zigarette anzünden und dabei auch nicht vergessen, unsere Freunde Pia und Thomas anzurufen.

"Hi, Thomas wir sind da!"

"Wo? door nuber (nummer) 10"

Nach einigen Minuten hatten wir uns getroffen, und es gab ein herzliches Hallo. Da Pia eine Thai ist, hat sie dort ihr eigenes Auto. Sie packte uns sofort samt unseres Handgepäcks ein. Und los ging die Fahrt in Richtung City. Wir besuchten River-City (wie die Skyline von FFM x 10) und Märkte, auf welchen bevorzugt Einheimische einkaufen. Als Tourie würde man da niemals hinkommen. Vor allem nicht bei nur acht Stunden Aufenthalt.

Nach einer sehr rasanten Fahrt zum International Airport bei verstopften Expressways ging es dann weiter zum Reiseziel Kaolak. Dort angekommen, wurden wir wenigstens zum Weihnachts-Buffet eingeladen.

Wir wollen uns jetzt hier nicht über dieses Hotel auslassen. Dies würde noch mehrere Seiten benötigen!! (Alles bei  www.holidaycheck.de zu lesen.)

Nur eins ist klar: Nie mehr "apsaras" zu diesem Preis!! Vlel zu teuer!!!!

Für das Geld bekommt man Iberostar Varadero ***** all In!!!!

Nie mehr geht es dort hin!!!!

WIR LIEBEN EINFACH DIE KARIBIK MEHR. MAL SEHEN, WAS DER INDISCHE OZEAN BRINGT. Bericht folgt dann ebenfalls hier. "The world is not enoght"!

Bericht folgt.

Tina und Ralf 2012




Türkei 2011

wir waren nal für zwei Wochen in der Türkei. Es war super geil. Den Reisebericht schreibe ich in wenigen Wochen im Urleub in Kroatien am Strand.

Back to the Roots

Wir haben Cuba zweimal gesehen, waren in Ägypten ... - aber was wollen wir dieses Jahr machen? Diese Frage stellten sich Tina und ich an einem regnerischen Wochenende zum Beginn des Jahres. Da äußerte ich einen lang gehegten Wunsch: „Ich möchte wieder einmal nach Kroatien, wo ich jedes Jahr für vier Wochen meine Kindheit und Jugendzeit verbracht habe! Also, ich will nach Vrsar und speziell nach Koversada.“ 

Tina fragte natürlich: „Koversada, was ist das?“ Meine Antwort kam sogleich: „Meine Kindheit, die Zeit als mein Vater noch lebte, und auch die Jahre danach. Ich war schon seit dreißig Jahren nicht mehr da und möchte wieder einmal hin um zu sehen, was daraus geworden ist. Tina: „Aber, was genau ist Koversada?“ Meine Antwort war klar: „Schau im Internet nach, dann weißt du bescheid.“ Am nächsten Tag, als ich von der Arbeit nach Hause kam, wusste Tina alles über die Anlage. 

Nun stellte sich die Frage, wie wir von Lichtenfels nach Vrsar kommen. Denn mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das kleine Städtchen schlecht zu erreichen. Man könnte bis Triest oder Pula mit dem Zug oder dem Flugzeug gelangen. Dies sind von Vrsar ca. 80 km nördlich oder südlich. Und dann???  Na ja, wir wollen mal sehen, was wir machen, vielleicht fahren wir ja auch wo ganz anders hin. Es war ja nur so eine Idee.

Na gut, der Gedanke war schon fast wider verworfen, als ein Fingerzeig in Form eines fränkischen Busunternehmers in unserem Briefkasten landete. Da stand, dass er nach Porec fahre. Dies weckte mein Interesse aufs Neue. Also her mit dem Flyer und anrufen. Es ging nur darum, bis Porec oder so zu kommen. Ein kurzes Gespräch am Telefon, und alles war geklärt. Jetzt muss für die KW 22 aber schnell ein Apartment auf Koversada her. Was geht schneller, als dies online zu machen und eine kurze Mail zu schreiben. Es war ja Vorsaison und so war die Bestätigung für die Buchung postwendend da.

Der Tag „X“ (Freitag, 28.05.) war gekommen! Wir sind um 18 Uhr mit dem Zug nach Bamberg gefahren. Dort gingen wir schön zum Abendessen ins Fässla. Pünktlich um 20.50 Uhr traf der Bus der Firma Wichler vor dem Bahnhof ein, um uns aufzunehmen. Also Koffer unten rein und einsteigen. 

                        JETZT GEHT’S LOS!!!!

Über Nürnberg, München, Salzburg, Villach, Undine und Triest erreichten wir die Grenze nach Slowenien. Dort gab es Kaffee und selbstgebackenen Kuchen auf Kosten der Firma Wichler. Selbstverständlich sind wir von Bamberg bis hinter Triest nicht durchgefahren. Wir machten auf dem Weg Stopps in Freimann, bei Salzburg und auf der Tauernautobahn. Der Raucher bedankt sich recht herzlich dafür. Nun, jetzt waren wir schon einmal im ehemaligen Jugoslawien. Aber heute ist das anders. Noch waren wir ja in der EU, welche wir hinter Koper verlassen müssen. Kroatien gehört leider bis heute noch nicht dazu. Aber dieser Grenzübertritt war kein Problem. Die Slowenen und Kroaten versuchen sich zwar, sich bei den Kontrollen gegenseitig zu übertreffen, aber es bleibt eigentlich immer bei Ausweiskontrollen. (So man einen hat. Aber dazu später.) 

Hallo Kroatien!!! Nur noch ca. 60 km bis ans Ziel. Die Sonne scheint, es ist warm, was will man mehr? Nun ging nur alles etwas langsamer. Denn 60 km durch Istrien sind nicht damit zu vergleichen, mal schnell von Lichtenfels nach Forchheim zu fahren. Und zu bedenken ist ja auch, die Mitreisenden müssen unterwegs auch bei diversen Hotels und Anlagen abgesetzt werden. Das bedarf schon einiger Zeit. Aber das hatten wir so ausgerechnet und wir hatten ja Urlaub. Novigrad, Laterna, Porec-City und die danach folgenden Hotels wurden von unseren beiden Busfahrern professionell angefahren und die Mitreisenden an ihr Urlaubsziel gebracht. Endlich war es so weit. Das Hotel Diamant war erreicht. Somit war auch für uns die sehr angenehme und überhaupt nicht stressige Busreise beendet. Also, raus aus dem gemütlichen Bus und die Koffer unten ebenfalls. Jetzt sind es ja nur noch ca. 7 km bis an unser Ziel. Aber, auch das hatten wir berücksichtigt und geplant. Es ist alles kein Problem, wenn man sich zuvor nur ein paar Gedanken macht. Die Aufgaben waren klar geteilt. Ich passte bei einer wohl verdienten Zigarette auf die Koffer auf und Tina ging zur Rezeption des Hotels, um dort ein Taxi zu bestellen. Dies hat hervorragend funktioniert und der Wagen war in ca. zehn Minuten da. Ein Mercedes W124 – ich schätzte mal so ca. Baujahr 1993 oder 1994. Aber egal, diese Mercedes sind wenigstens noch zuverlässig und fahren und fahren. Die paar Kilometer schaffen wir jetzt auch noch. Und schon ging es los, durch Funtana, an Vrsar vorbei und wir standen vor unserem Reiseziel – die Rezeption von Koversada war erreicht. 

Ausladen und Taxi bezahlen - und dann rein zum Anmelden für die Woche in der Anlage. Allerdings ist diese Rezeption nicht für die hinteren Apartments zuständig. Sie macht nur das Check-in und –out für die Villen im vorderen Bereich als auch für die Camper. Aber alles kein Problem. Dafür hat die Anlage ja einen Kleinbus, um die Gäste zur hinteren Rezeption zu bringen (ca. 1,5 km). Diese ist auch exklusiver ausgerichtet, da die Apartments mit 4 Sternen bewertet werden. OK, alles nema problema!!! Dort hat ja dann alles bestens geklappt. Ivan, der zuständige Mann an der Rezeption begrüßte uns sehr herzlich und führte das Check-in durch. Wir bekamen unsere zwei Schlüssel für das Apartment und Ivan zeigte uns auf dem Lageplan, wo es sicht befindet. Dazu muss man schon sagen, dass das ein kleiner Mangel am Service von Koversada ist. Man sollte schon erwarten können, dass das Gepäck aufs Zimmer oder auch Apartment gebracht wird. Vor allem dann, wenn es sehr steil den Berg hinauf geht. Dies liegt eben daran, dass der Tourismus in Istrien auf Gäste mit einem eigenen Auto ausgelegt ist. Dies ist aber auch ein Mangel wegen dem ich bis heute mit Direktor Suflic per Mail in Verbindung stehe. 

Die Sonne schien, also Koffer rein ins Apartment, schnell mal umschauen, Koffer auf und die Strandhandtücher raus. Und ganz wichtig war, endlich raus aus allen Klamotten. Ja, ich war angekommen. Jetzt aber nix wie raus und ab an den Strand. Ab in die Bucht, in der ich Jahr für Jahr als Kind und Jugendlicher war. Schon waren wir auf dem fünfminütigen Weg ans Meer. Als erstes war ich erstaunt, wie groß die Olivenbäume und Pinien in dreißig Jahren werden können. Ich stellte auch fest, dass ich Koversada noch nie zuvor so leer gesehen habe. Aber dies kann ja auch ein Vorteil sein. 

Und da war sie, meine „Bucht am Steintisch“! Was will ich sagen, es ist fast alles noch so wie vor langer Zeit. Gut, der Tisch der Gräfin auf welchem ich schon als Kind und Jugendlicher Schach gespielt habe (ein Remis gegen einen tschechischen Großmeister war das Beste), hat in den Jahren etwas gelitten. Doch sonst ist sie es immer noch: Die schönste Bucht auf Koversada. Da gab es nur eines. Handtuch hinlegen und setzen, in den Lim-Fjord schauen und einfach genießen. 

ICH WAR ZURÜCK!!!

Und das eine Woche lang, Tag für Tag, von morgens bis abends. Das hatte ich mir in meinem schönsten Träumen so gewünscht. Jetzt war es Realität. Einfach in den Tag leben, die Sonne genießen, schwimmen gehen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Man mag es nicht glauben, aber so ein Tag vergeht viel zu schnell. Am späten Nachmittag verließen wir die schöne Bucht und kehrten in unser Apartment zurück, um uns für den Abend fertig zu machen. Ich musste doch unbedingt nach Vrsar, um zu sehen, was sich verändert hat. Also duschen und anziehen, und schon waren wir auf dem Weg. Das sind zu Fuß ca. 35 Minuten, die aber kein Problem darstellen. Für Fußkranke fährt auch die kleine Bahn alle 45 Minuten. Bald hatten wir die Marina erreicht. Zu sagen, es hätte sich in den letzten Jahrzehnten nichts verändert, wäre wohl nicht ganz angebracht. Wo früher kleine Fischerboote und alte Kutter lagen, liegen heute Jachten, die teilweise einen mehrfachen Millionenwert haben. Aber immer noch ist jede Strasse und jedes Haus in Vrsar da, wo es war. Und es machte mir überhaupt kein Problem, mich zurechtzufinden. Tina war begeistert von der Schönheit der kleinen Stadt. Als Willkommensessen bekam sie eine schöne Portion fangfrischer Seezunge (2 Stück). Mir spendierte ich eine Portion Tintenfisch vom Rost in einer wunderbaren Öl-Knoblauch-Sauce. Danach machten wir noch einen kleinen Ausflug in die obere Stadt. Da braucht man schon etwas Puste, denn Vrsar ist steil am Hang erbaut worden. Für die Altstadt ist auf jedem Fall gutes Schuhwerk von Vorteil, da das alte Pflaster mit unter sehr glatt ist und bei Regen geht’s dann richtig ab. Nach einem kurzen Stopp bei der schönen Aussicht ließen wir es für diesen Tag gut sein und stiegen an der dortigen Haltestelle in die kleine Bahn ein, welche uns bis an die Rezeption von Koversada brachte. Wir hatten ja durch die Anreise eine lange Nacht mit wenig Schlaf hinter uns. Das steckte noch in den Knochen und nach dem Essen kam nun die Müdigkeit. Todmüde, aber überglücklich, erreichten wir unser Apartment und fielen nur noch  ins Bett. 

Am nächsten Morgen um acht Uhr war die Nacht um. Also raus aus der Kiste und rein ins Faulenzerleben. Nach einem sonnigen Frühstück auf unserem Balkon machten wir uns auf ans Wasser. Da ist es so was von schön morgens um neun Uhr, das kann man sich gar nicht vorstellen, wenn man es nicht gesehen hat. Der Tagesablauf war jetzt schon klar. Strand, Wasser und Sonne. Leider zog es gegen drei Uhr etwas zu. Da fasste ich den Entschluss, Tina wenigstens einen Teil von Koversada zu zeigen. Da war sie schon gespannt drauf. Also die Badetaschen heim und bewaffnet mit einem Handtuch zum setzen, Geldbeutel und Handy ging es los. Vorbei an den Golfplätzen, den Berg hinauf, am alten Hauptrestaurant vorbei, und zum Ursprung von Koversada – auf die Insel. Auf dem Weg dahin staunte ich mitunter auch ein paar Mal nicht schlecht. Alles ist noch dort, wo es war, aber abgerissen und neu gebaut. Was nur von Vorteil ist. Auch das Restaurant auf der Insel, welches eine wunderschöne Terrasse hat, ist erneuert worden. Dort ließen wir uns nieder und genossen bei einem kalten Getränk den Ausblick aufs freie Meer. Zurück gingen wir an den Buchten entlang und ich konnte Tina ein paar Stellen zeigen, an denen meine Eltern und ich zu meiner Kindheit mit der Lumpenvilla standen. Und schon war der Nachmittag vorbei. Es stellte sich die Frage: „Wo wollen wir heute Abend essen gehen?“ Da fiel mir ein, dass ich Tina eine original istrianische Suppa kaufen wollte. Ich wusste auch noch, wo es diese vor dreißig Jahren gab, denn jeder macht diese nicht. Zu Fuß ging es zur Rezeption und weiter immer der Straße entlang, bis wir an der Hauptstraße, welche von Porec nach Rovinj führt, ankamen. Genau gegenüber liegt das Restaurant Vrsaranka. Das war schon damals super und ist es immer noch. Dort bekam Tina ihre erste Suppa. Diese besteht aus Rotwein, Olivenöl, ein paar geheimen Zutaten (Gewürzen) und getoastetem Brot. Nach einer überdimensionierten Grillplatte für zwei Personen zog es uns in Richtung Heimat. Wir baten die Wirtin darum, uns ein Taxi zu rufen. Nach wenigen Minuten kam sie zu uns zurück und meinte, dass ein Taxi nicht nötig sei. Ihr Mann wäre jetzt mit seiner Arbeit am Grill fertig und würde heimfahren. So kam Tina mal in den Genuss mit einem Alfa Romeo zu fahren. Und das bis vor die Tür unseres Apartments. Was wir erst später erfuhren, das war überhaupt nicht sein Heimweg. Die Wirtsleute wohnen in einer ganz anderen Richtung als wir. Das nennt man Service am Gast! Alles in allem ein wunderschöner Abend.

Da es am vorletzten Tag nicht ganz so sonnig war, machten wir einen kleinen Ausflug mit einem Schiff in den Fjord und nach Rovinj. Nach einem zweistündigen Aufenthalt, den wir zur Besichtigung der Altstadt nutzten, fuhren wir wieder nach Vrsar zurück und ließen es uns noch einmal richtig schmecken. Anschließend besuchten wir wie fast jeden Abend das Papillon. Das ist eine schöne Lounge, ungefähr auf der Mitte von der Marina zur Kirche in Vrsar. Dort kann man sehr schön auf der Terrasse sitzen und die Touristen beobachten, wie sie die steile Strasse herauf kommen. Asra und Josef waren wie immer da, und erledigten Ihren Job hervorragend. Auch der Chef Walter ist ein super Typ. 

Der Tag der Abreise war gekommen und die Koffer gepackt. Wie immer hatten wir viel zu viel dabei. Für eine Woche braucht man eben nicht viel, Es ist ja auch nur für die Abende wichtig. Wir verbrachten den Tag noch einmal am Strand und bestellten uns auf fünf Uhr das „Vrsar-Taxi“, welches uns zum Hotel Diamant bei Porec brachte. Dort angekommen luden wir unser Gepäck vom Taxi in den Bus um und es ging los. Am nächsten Morgen waren wir nach einer ruhigen Fahrt in Bamberg angekommen und mussten nur noch die letzten dreißig Kilometer mit dem Zug fahren. Auch dies stellte uns vor keine Probleme. Punkt sieben Uhr hatten wir Lichtenfels erreicht und waren zuhause. 

Alles in allem war dies eine gelungene Woche. Auch hatte ich einige Leute wieder getroffen, welche ich seit dreißig Jahren nicht mehr gesehen habe. Das Gesicht von Django vergesse ich nicht so schnell. Auch Tina gefiel es sehr gut, zumal es für sie ja der erste Urlaub ohne Badeanzug war. Irgendwie hatte sie sich in Vrsar verliebt. So dauerte es wirklich nur wenige Wochen bis das Fernweh erneut aufkam und sich die Frage stellte: „Wo wollen wir hin?“ Immerhin hatte ich ja die letzte Woche im Juli und die erste Woche im August Urlaub. 

Kurz überlegt und auch nicht lange gefackelt. Die Entscheidung war getroffen! Wir fahren noch einmal nach Vrsar. Aber im August nach Koversada, das geht nicht. Die nehmen in der Hauptsaison ein Vermögen für die Apartments. Also geht es nur anders. Wir brauchen was Privates im Ort. Tina, wie immer nicht faul, machte sich sofort am nächsten Tag im Internet auf die Suche und wurde schnell fündig. Sie fand eine kleine Ferienwohnung bei Danica und Zoran. Nun ja, her mit dem Telefon und ich rief an. „Kein Problem, aber ich habe nur in der ersten Augustwoche etwas frei. Sie können aber die Woche davor bei unseren Nachbarn Marija und Milan wohnen. Das ist nur eine Tür weiter.“ Alles klar. Das machen wir. Also das nächste Telefonat am selben Abend. „Guten Abend Frau Wichler, wir wollen wieder mit fahren.“ Auch das klappte sofort und die Bestätigung kam wie von Danica umgehend per Email. Die Zeit verging, das Lichtenfelser Schützenfest ging vorbei und der Freitag kam. 

Die beiden Busfahrer waren die ersten, welche erstaunt waren, uns schon wieder zu sehen. Die Stopps kannten wir ja bereits und es verlief alles wie beim ersten Mal - außer, dass wir auf dieser Reise eine kostenlose Stadtrundfahrt durch Triest bekommen haben. Die Autobahn war wegen eines Unfalls gesperrt und Triest morgens um sechs Uhr menschenleer. Das ist wirklich eine sehr schöne Altstadt. Die sollte man sich auch irgendwann einmal anschauen. Weiter nach der Kaffeepause, vorbei an Koper und über die kroatische Grenze. Nun nur noch das obligate Ausliefern an der diversen Hotels und dann haben wir es geschafft. Angekommen in Porec rief ich das „Vrsar-Taxi“ an und schon nach kurzer Zeit war er da, um uns in unser Vrsar zu bringen. Wir mussten dort angekommen nicht lange nach unserer Unterkunft suchen. Sie liegt gerade einmal fünfzig Meter von der Kirche weg. Eine Tochter von Marija und Milan wartete bereits auf uns und empfang uns sehr herzlich mit heißen Kaffee und frischen Getränken. Sie spricht ein hervorragendes Englisch, da sie als Ingenieurin in der Lebensmittelbranche international unterwegs ist. Und ihre Mutter Marija ist Lehrerin für Kroatisch – Englisch. Der Vater Milan entgegen spricht kein Englisch, aber dafür ein wenig Deutsch. Also, alles kein Problem. 

Danach die Koffer aufs Zimmer und mit den Pässen zurück ins Erdgeschoss. Und schon kamen auch Marija und Milan vom Einkaufen zurück. Es war ja auch schon neun Uhr durch und eigentlich ist das Zeit um zum Schwimmen zu gehen. Aber nicht so an diesem Tag. Es war leider bewölkt. Dies kam Tina und mir aber ganz recht, denn wir waren doch etwas geschlaucht von der Fahrt und beschlossen erst am nächsten Tag nach Koversada zu gehen. Bei Milan und Marija lautet das Motto: „Nur unser Bestes für unsere Gäste!!!“ Und das beginnt immer mit einem selbstgebrannten Slivo. Der ist so was von fruchtig und geschmackvoll, da kann man alles, was man so kaufen kann, dagegen vergessen. Danach gingen wir zu einem kleinen Spaziergang vor die Tür und ließen uns den Wind um die Nase wehen. Hätten wir gewusst, dass es zum Nachmittag schön wird, hätten wir uns auf den Weg nach Koversada gemacht. Aber was soll´s, der nächste Tag sollte ja kommen und es war keine Wolke am Himmel. Also, bald raus aus dem Bett, frühstücken, die Badeutensilien einpacken und ab ging’s. Quer durch die alten Gassen vor Vrsar immer den Berg hinunter, durch die Weinfelder und ein Stück die Straße entlang. Schon waren wir an der Rezeption angekommen und bezahlten unseren täglichen Eintritt von zwanzig Kuna pro Person (€ 2,80). Vorbei am Supermarkt, um für frische Getränke für den Strand zu sorgen. Zu einem Waschhaus, um die Klamotten los zu werden in die letzte Bucht. Ein Blick übers Wasser und ich war wieder da. Dies hätte ich mir vor einigen Wochen noch nicht erträumt. Es ist einfach so schön dort.

Nach einer Woche zogen wir dann von Marija und Milan zu Danica und Zoran um. Das kleine Apartment ist zwar € 5,-- pro Tag billiger, aber auch kleiner. Außerdem ist der Familienanschluss nicht so. Dies liegt daran, dass Danica und Zoran täglich zur Arbeit müssen. Milan dagegen ist Rentner und Marija Lehrerin mit Sommerferien - und einem mütterlichen Herz. 

An einem der Tage in den zwei Wochen zeigte ich Tina Porec, damit sie auch diese wunderschöne Stadt kennen lernt. Ihr könnt es bestimmt ahnen, das Wetter war an diesem Tag nicht so. Aber es war doch recht lustig. Was mir auch dort auffiel ist, wenn man Einheimische auf Sachen anspricht, welche schon sehr lange zurück liegen, sind sie sehr aufgeschlossen und unterhalten sich sehr gerne mit einem, da sie merken, dass man kein Einmaltourist ist. Das Gespräch wird dann offener.

Aber auch diese zwei Wochen gingen mit vielen schönen Abenden bei Asra, Josef und Walter vorbei. Diese, wie auch mein Freund Django, waren über unseren zweiten Besuch in so kurzer Zeit sehr überrascht. Aber der Tag der Abreise kam näher und näher. Auch diese zwei Wochen vergingen viel zu schnell, zumal wir uns mit Marija und Milan gut verstanden und etwas angefreundet hatten. Selbst eines der Enkelchen war mal zu Besuch da. 

Am Samstagmorgen Koffer hieß es, wieder zu packen und von allen Vieren verabschieden. Dann ein letztes Mal (Wer weiß, ob und wann wir da noch einmal herkommen?) zum Sonnen und Schwimmen. Am Nachmittag war es dann so weit. Wir verließen den Strand, suchten ein Waschhaus auf, duschten und zogen uns an. Danach machten wir uns auf den Weg zur Rezeption, wo Zoran mit unserem Gepäck im Kofferraum bereits auf uns wartete. Er fuhr uns zum bekannten Treffpunkt am Hotel Diamant bei Porec. Die Rückfahrt verlief genau so gut wie bei unserer ersten Reise. Zuhause angekommen, noch schnell ein Paar Weißwürste und eine Maß Bier im „Scherers-Garten“, dann war´s aber gut für den Tag.. 

Es war nur eine Woche später und das Fernweh kehrte zurück. Tina war in Frankfurt bei ihrer Mutter und ich jeden Tag bei meinem Opa im Krankenhaus. Die Realität hatte uns wider fest im Griff. Aber was machen mit dem Resturlaub, der noch offen ist. 

„ACH NEIN, NET SCHON WIEDER ... 

...aber nächstes Jahr will ich wo anders hin.“ Also Telefon, Marija in Vrsar anrufen. Alles klar, die Ferienwohnung ist frei. Das mach ich gleich fest und bestätige es per Email. Gleich darauf rief ich natürlich bei der Firma Wichler an, um für uns zwei Plätze für die Fahrt zu buchen. Schon war es so weit, denn die waren ausgebucht. Das ist die Nachsaison und da fahren viele Leute mit, welche zeitlich unabhängig sind. (Viele ältere Leute mit teilweise kleiner Rente.) Na gut, das sollte kein Problem sein, irgendwie kommen wir schon da hin. Tina quälte wieder einmal das Internet und fand einen Transfer bis nach Vrsar. Dieser könne uns allerdings aber erst in München-Frötmaning aufnehmen. Ok – kein Problem, das machen wir eben so. Also, mit dem ICE nach München. Dort angekommen, den Koffer in ein Schließfach und zum Abendessen. Da waren wir in den Gesellenstuben, die sich im Kolpinghaus nahe des Stachus befinden. (Ein kleiner Geheimtipp.) Da stimmt für Münchener Verhältnisse Preis und Leistung noch einigermaßen. Danach holten wir unseren Koffer wieder aus dem Schließfach und fuhren mit der U-Bahn nach Fröttmaning (Allianz-Arena). Nach kurzer Wartezeit fuhr der weinrote Bus der Firma Milli-Tours aus Darmstadt vor. Also einladen und auf die Autobahn. Wir dachten, dass die Fahrt genau so entspannt wie mit Wichler Reisen von Statten geht. Aber falsch gemeint. Da kam es nur darauf an, Kilometer zu machen und die Gäste abzusetzen. Was will ein Hotelgast morgens um 5.30 h in seinem Hotel, wenn er erst um 12 Uhr einchecken kann? Das könnte man mit diversen Pausen kompensieren.

Aber egal, wir hatten es zum dritten Mal geschafft. Wir waren wieder in unserem Vrsar. Milan wartete schon, um uns abzuholen. Dies allerdings am Busbahnhof in Vrsar. Der Bus brachte uns aber zur Rezeption von Koversada. Auch nach mehrmaliger Nachfrage fühlte sich der Fahrer nicht im Stande, die 200 Meter Umweg zu fahren. Dem Handy sei gedankt, Milan kam zu unserem Ausstiegspunkt. Nach einer herzlichen Begrüßung und dem Einladen unseres Gepäcks brachte er uns in sein Haus. Wir bekamen diesmal wieder unser gewohntes Apartment. Also schnell rauf, Koffer rein und auf, Strandtasche raus, alles rein und die Treppe runter. Milan bekam unsere Pässe für die Anmeldung und wir waren auf unserem gewohnten Weg nach Koversada. 

Dort angekommen musste ich erst einmal in die Rezeption, da ich mit dem Direktor der Anlage die Wochen davor einen regen Emailwechsel hatte. Ich schrieb ihm, von Koversada vor dreißig und vierzig Jahren und was mir bei unseren letzten zwei Besuchen der Anlage missfallen hatte. Entsprechend bat ich ihn darum, wenn ich dieses Jahr ein drittes Mal käme, mir die Gelegenheit zu geben, aufzuzeigen, was mir missfällt. Tina und ich waren nicht schlecht überrascht, als uns der Herr Direktor gegenüber trat. Der Chef ist höchstens Anfang bis Mitte dreißig. Er ist Chef der größten FKK Anlage in Europa. Im Rahmen eines kurzen Gesprächs, bei welchem wir vereinbarten, dass ich ihm meine Kritiken erläutern würde, sagte er mir, dass an der Eingangsschranke eine Eintrittskarte für mich und Tina für die Zeit unseres Aufenthalts bereit läge. Diese ist wie ein Generalschlüssel, was den Eintritt betrifft. Sie kann natürlich auch nutzen, wenn man sie „aus Versehen“ in einem der Restaurants auf den Tisch legt. Diese Karte berechtigte auch Milan, uns mit dem Auto auf Koversada bis in unsere Bucht zu fahren. Das war für ihn sehr gut, denn er und Marija gehen auch jeden Tag nach Koversada, aber auf die Insel. Genial für uns alle. Um neun Uhr morgens los und um fünf Uhr abends wurden wir in unserer Bucht abgeholt. Es ist gar nicht davon zu sprechen, wie viele Leute am Wasser waren. Es war die letzte Woche, bevor der Laden eingewintert wurde. Absolut leer. Ruhe – Romantik – Sonne und Ruhe ...

Unser Freund Milan hatte mal abends nichts anderes vor und wir fuhren mit ihm bis ans Ende des Fjords. Dort befindet sich eine Austernzucht. Man bekommt sie dort absolut frisch auf den Teller. Frische Austern sind da billiger wie Jakobsmuscheln. Aber natürlich wesentlich besser. 

Aber alles hat ein Ende, und auch unser dritter Besuch hatte eines. Nun sind wir wieder zurück und haben erst vor wenigen Tagen anlässlich seines Geburtstages mit Milan und Marija telefoniert. Sie freuen sie schon auf unseren nächstjährigen Besuch in ihrem Haus in Vrsar.

KOVERSADA

Nun ja, was will ich über diese Anlage sagen? Es ist eigentlich alles noch da, wo es war. Was mir aufgefallen ist, man hat alles an kleinen Büschen herausgenommen. Es gibt nur noch Gras und Bäume. Die alten Waschhäuser wurden durch neue und mit unter sogar sehr moderne ersetzt (Solartechnik). Hier und da ein kleiner Farbanstrich könnte auch Wunder bewirken und das Aussehen verbessern. Andere Sachen gibt es auch noch. Doch diese möchte ich hier nicht breit treten, bevor ich sie nicht mit dem Chef, dessen Gast wir waren diskutiert habe. Koversada ist immer noch eine Reise wert, aber nicht zu den Preisen in der Hauptsaison. Wer die Anlage von früher kennt und meint, diese wäre noch so voll wie in besten Jahren, der irrt. Voll wird die Anlage auch im August nicht mehr. 

Wenn jemand Interesse hat, die Gegend einmal zu besuchen, dem helfen wir gerne weiter. Wir können auch einen Kontakt mit Marija und Milan für eine Ferienwohnung herstellen.

Ralf und Tina 2010